Waldbrände: SPD spricht sich für besondere Auszeichnung für Feuerwehrleute aus
Nach mehreren schweren Waldbränden in Deutschland will die SPD Feuerwehrleute mit einer besonderen Auszeichnung ehren. "Feuerwehrmänner und -frauen riskieren Leib und Leben, um Existenzen und Menschenleben vor Feuersbrünsten zu retten und in Katastrophenlagen Hilfe zu leisten", sagte SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese der "Rheinischen Post" (Freitagsausgabe). Dies geschehe oft ehrenamtlich. "Es ist höchste Zeit, diesen herausragenden Einsatz für die Gesellschaft deutlicher anzuerkennen."
Die Einsatzkräfte würden auf Bundesebene bereits mit dem Pakt für den Bevölkerungsschutz gestärkt, sagte Wiese. "Aber wir sollten auch ganz konkret den gefährlichen Einsatz von Feuerwehrleuten bei schweren Waldbrandkatastrophen mit einer Medaille würdigen - als Dank und Auszeichnung für ihre selbstlose und harte Arbeit." Wiese verwies darauf, dass in Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern bereits Waldbrand-Medaillen verliehen worden seien. Dies sei ein gutes Vorbild "auch für den Bund".
In den vergangenen Tagen hatten schwere Brände an mehreren Orten gewütet, darunter im Hürtgenwald in der Eifel, im Westerwald sowie an der deutsch-belgischen Grenze. Bei all diesen Bränden war die Feuerwehr jeweils mit hunderten Einsatzkräften vor Ort.
Der bislang größte und folgenschwerste Waldbrand des Sommers war der im Hürtgenwald. Dieser ist inzwischen vollständig gelöscht, wie der Bürgermeister der gleichnamigen Gemeinde, Stephan Cranen, am Donnerstagabend mitteilte. "Das Feuer ist gelöscht. Die letzten Einheiten ziehen sich aktuell aus dem Brandgebiet zurück."
Der Brand im Hürtgenwald war vor einer Woche ausgebrochen und hatte die Feuerwehr tagelang in Atem gehalten. Ein Ortsteil der im Kreis Düren gelegenen Gemeinde Hürtgenwald musste aus Sicherheitsgründen zwischenzeitlich evakuiert werden. Rund 1800 Menschen waren davon betroffen.
V.Agnellini--IM