Il Messaggiere - Noosha Aubel, Potsdam, verwahrloste Grünflächen und marode Straßen: Der Bürger als zahlender Michel?

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Noosha Aubel, Potsdam, verwahrloste Grünflächen und marode Straßen: Der Bürger als zahlender Michel?
Noosha Aubel, Potsdam, verwahrloste Grünflächen und marode Straßen: Der Bürger als zahlender Michel?

Noosha Aubel, Potsdam, verwahrloste Grünflächen und marode Straßen: Der Bürger als zahlender Michel?

Noosha Aubel – oder die Frage: Sollte, wer eine Landeshauptstadt führt, nur eine Amtskette tragen? Nein, er hat Führungsverantwortung zu tragen – für Straßen, Grünpflege, Verwaltungsorganisation und erst recht dafür, dass ein zweijähriges, mehrfach schwerstbehindertes Kind nicht zwischen Zuständigkeiten verschwindet. Potsdam verwaltet den Mangel, beschildert den Verfall und verteilt Zuständigkeiten. Die Rechnung geht an den zahlenden Bürger. Der schwerste Vorwurf betrifft jedoch kein Schlagloch und keine braune Grünfläche, sondern ein Kind, dessen gesetzlicher Förderanspruch nach öffentlicher Darstellung seit Monaten praktisch leerläuft.

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Potsdam kassiert auf Hauptstadt-Niveau - und liefert zu oft im Provisorium
Eine Kommune verlangt von ihren Bürgern Pünktlichkeit. Steuern sollen pünktlich gezahlt, Gebühren fristgerecht überwiesen, Anträge vollständig eingereicht und Bescheide beachtet werden. Der Staat duldet beim Bürger selten ein lässiges „Wir prüfen noch“. Umgekehrt soll der Bürger aber geduldig bleiben, wenn Straßen verfallen, Grünflächen ungepflegt wirken, Bahnhofsbereiche sichtbar verschmutzen und ein besonders schutzbedürftiges Kind nach öffentlicher Darstellung auf eine praktisch nutzbare Betreuung wartet.

Diese Asymmetrie ist der Kern des Ärgers. Der Bürger soll funktionieren. Die Verwaltung darf erklären. Der Bürger soll zahlen. Die Politik darf vertagen. Der Bürger soll Verständnis haben. Die Verantwortlichen reichen Zuständigkeiten weiter. Genau hier endet die Schonfrist. Eine Oberbürgermeisterin ist nicht die Pressesprecherin der Probleme, zumal man in Potsdam schriftliche Presseanfragen versucht in "persönlichen Gesprächen zu klären", wie dies ihr Pressesprecher, Jan Brunzlow, entgegen dessen was im Pressegsetz steht, fordert. Noosha Aubel (parteilos, 50) hat Missstände geerbt, dies aber entlastet sie nicht im Geringsten bei der Bearbeitung. Seit ihrem Amtsantritt trägt sie Verantwortung dafür, ob aus Altlasten belastbare Termine, aus Zuständigkeitsketten Entscheidungen und aus Betroffenheitsformeln Ergebnisse werden.

B7: Ein öffentlich finanziertes Leistungsversprechen - kein Prestigeaufschlag
Der Betrag von 14.083,87 Euro monatlich ist politisch brisant, muss aber korrekt eingeordnet werden. Er steht in einem Referentenentwurf zur neuen B7-Besoldung und soll rückwirkend ab Januar 2026 gelten. Am 22. Juli 2026 war das Gesetzgebungsverfahren noch nicht abgeschlossen. Wer behauptet, Aubel erhalte diesen Betrag bereits nachweislich Monat für Monat ausgezahlt, greift der Rechtslage vor. Das aktuell veröffentlichte B7-Grundgehalt liegt bei 11.921,34 Euro, ein stolzer monatlicher Betrag, für welchen der Bürger Leistung verlangen kann!

Diese Korrektur schwächt die Kritik nicht. Sie macht sie belastbar. Ob knapp 12.000 Euro heute oder gut 14.000 Euro nach der geplanten rückwirkenden Anhebung: Das Amt ist hoch dotiert, weil die Verantwortung hoch ist. Das Gehalt ist kein Skandal. Der Skandal beginnt dort, wo die öffentliche Gegenleistung aus Ausflüchten, Provisorien und institutionellem Schulterzucken besteht. B7 ist kein Preis für Anwesenheit im Rathaus. Es ist kein Komfortzuschlag für repräsentative Termine. Es ist ein aus öffentlichen Mitteln finanziertes Leistungsversprechen: Führung, Prioritätensetzung, Kontrolle, Krisenintervention und Rechenschaft. Wer dieses Amt übernimmt, übernimmt gerade die Fälle, die unbequem, teuer und kompliziert sind. Für einfache Vorgänge braucht eine Stadt keine Oberbürgermeisterin. Für die schwierigen schon.

Die Bürger finanzieren dieses Amt nicht, damit ihnen bei jedem sichtbaren Versagen erklärt wird, ein anderer Fachbereich, ein freier Träger, die Bahn, das Land oder der Personalmangel sei zuständig - dafür kassiert Aubel nicht monatlich 11.921,34 Euro. Zuständigkeiten sind in einer Verwaltung unvermeidlich. Zuständigkeitsflucht, wie bei Aubel erkennbar, ist es nicht!

Verwahrlost wirkende Grünflächen in Potsdam: Ökologie ist kein Tarnwort für liegen gelassene Arbeit
Die in diesem Presseartikerl bildlich erkennbar vorgelegte Collage zeigt vertrocknete oder nur schwach bewachsene Flächen, abgestorbenes Pflanzenmaterial, Laub, Wildwuchs an Wegekanten und insgesamt einen ungeordneten Pflegeeindruck in der Landeshauptstadt Potsdam. Sie beweist nicht, dass jedes Pflegeintervall verletzt wurde. Sie beweist auch nicht, dass jede braune Fläche administratives Versagen ist. Trockenstress, extensive Mahd und ökologische Konzepte können ähnlich aussehen.
Aber genau diese Unterscheidung muss die Stadt Potsdam, muss Oberbürgermeisterin Noosha Aubel erklären - nicht der Bürger erraten. Der Potsdamer Bereich Grünflächen bezeichnet sich selbst als zuständig und verantwortlich für Planung, Bau, Pflege und Unterhaltung öffentlicher Grünflächen. Wenn Flächen wie aufgegeben wirken, kann sich die Rathausspitze daher nicht mit dem Hinweis begnügen, irgendwo im Organigramm gebe es eine zuständige Arbeitsgruppe.

Eine naturnahe Wiese ist gestaltet. Eine verwahrloste Fläche ist vergessen. Eine ökologische Mahd hat ein Ziel, einen Zeitplan und gepflegte Übergänge. Liegen gelassene Arbeit hat vor allem eine Erklärung: Niemand fühlte sich rechtzeitig verantwortlich. Wer Biodiversität sagt, muss den Pflegeplan zeigen. Wer Trockenheit sagt, muss die Anpassungsstrategie nennen. Wer Personalmangel sagt, muss Prioritäten offenlegen. Alles andere ist die nachträgliche Veredelung sichtbarer Vernachlässigung. Noosha Aubel muss nicht persönlich Rasen mähen. Aber sie muss sicherstellen, dass ihre Verwaltung weiß, welche Flächen wann, nach welchem Standard und mit welchem Personal gepflegt werden. Politische Verantwortung bedeutet nicht, jede Schaufel selbst zu führen. Sie bedeutet, dafür einzustehen, wenn niemand sie führt. Auf den Straßen Potsdams fragen Bürgerinnen und Bürger im Jahr 2026 nicht zum ersten Mal: „Ist Noosha Aubel für das Amt der Oberbürgermeisterin ausreichend qualifiziert? Kann Aubel dieses Amt erfolgreich ausfüllen, oder ist sie schlichtweg vollkommen überfordert?“

Marode Straßen: Tempo 10 ist keine Sanierung, sondern ein amtlich beschämendes Eingeständnis
Die Rudolf-Breitscheid-Straße in Potsdam-Babelsberg (Neubabelsberg) wurde schon vor Aubels Amtsantritt zum Symbol einer Verwaltung, die den Verfall zunächst beschildert. Die Stadt selbst erklärte im Mai 2024, der Zustand habe sich so gravierend verschlechtert, dass Tempo 30 nicht mehr ausreiche und eine Reduzierung auf 10 km/h „unumgänglich“ sei.
Noosha Aubel hat diesen Sanierungsstau nicht verursacht. Wer ihr die Entstehung jedes Schlaglochs persönlich zuschreibt, argumentiert unredlich. Aber wer seit Oktober 2025 an der Spitze steht, trägt die Verantwortung dafür, aus einem bekannten Missstand einen finanzierten, terminierten und öffentlich kontrollierbaren Sanierungsweg zu machen. Tempo 10 schützt möglicherweise vor unmittelbaren Gefahren. Es ersetzt keinen Straßenbau. Ein Schild stopft kein Loch, erneuert keinen Unterbau und gibt Pendlern keine Planungssicherheit. Wenn eine Landeshauptstadt eine wichtige Verbindung über lange Zeit nur noch durch Verlangsamung beherrscht, ist das kein Verkehrskonzept.
Es ist die amtliche Verwaltung des eigenen Versagens. Für das, was der Bürger tagtäglich an Steuern zahlt, ist der Zustand dieser Straße in Potsdam schlichtweg eine absolute Dreistigkeit, gepaart mit eklatanter Rücksichtslosigkeit gegenüber der Allgemeinheit. Zurück bleibt der steuerzahlende Michel.

Die Bürger von Potsdam und dem Bundesland Brandenburg haben Anspruch auf mehr als das nächste Provisorium. Sie brauchen konkrete Antworten:
- Warum ist die Straße derart verwahrlost?
- Wann ist die Planung abgeschlossen, wann sind Mittel gebunden?
- Wann beginnt die Ausschreibung, wann der Bau?
- Wer steht namentlich dafür ein, wenn der Termin erneut fällt?
- Welche Zwischenmaßnahmen sichern die Strecke, wer trägt die Kosten für mögliche Schäden an Kraftzahrzeugen?

Bahnhof Griebnitzsee: Schmutz wird durch Zuständigkeitsvermerke nicht sauber
Dieses Video (https://youtube.com/shorts/9Zzm9aq5sV4?si=4x2oLXdduRLR4CYO) zeigt im Bahnhof Potsdam-Griebnitzsee großflächige dunkle Sprenkel und Schlieren an hellen Wänden, verschmutzt wirkende Bodenflächen, Aufkleberreste, Graffiti und insgesamt einen deutlich reinigungsbedürftigen Eindruck. Aus der Aufnahme lässt sich nicht seriös ableiten, ob einzelne Stellen Schimmel, Feuchtigkeit, Materialverfärbung oder gewöhnliche Verschmutzung sind. Eine Gesundheitsgefahr ist damit nicht belegt. Der sichtbare Pflegezustand ist dennoch erklärungsbedürftig.
Für die Station ist in erster Linie DB InfraGO zuständig. Das muss korrekt benannt werden. Aubel ist nicht persönlich für jeden Fleck an einer Bahnwand verantwortlich. Doch auch dieser Hinweis darf nicht zum politischen Waschzettel werden. Die Landeshauptstadt arbeitet mit der Bahn an attraktiveren Bahnhofsumfeldern. Ein Bahnhof ist Stadteingang, Alltagsort und Visitenkarte. Wenn er sichtbar verkommt, ist Koordination keine freiwillige Kür, sondern Führungsaufgabe. Eine durchsetzungsstarke Stadtspitze fordert eine gemeinsame Mängelbegehung, benennt öffentlich die Zuständigkeiten, setzt Reinigungstermine und berichtet über die Erledigung.

Eine schwache Stadtspitze unter der Führung einer Oberbürgermeisterin Noosha Aubel, verweist auf den Eigentümer und hofft, dass die Bürger irgendwann die Lust verlieren, weiter nachzufragen. Doch der Schmutz verschwindet dadurch nicht; lediglich die Verantwortung wird unsichtbarer. Und wenn Vögel die Lampen derart „zugeschissen“ haben, dass sie kaum noch Licht abgeben, wird es langsam dunkel in Potsdam.

Der Kita-Fall: Hier endet jede Ausrede, hier beginnt die moralische Anklage gegenüber Noosha Aubel
Der schwerste öffentlich erhobene Vorwurf betrifft ein zweijähriges, mehrfach schwerstbehindertes Kind mit einem Grad der Behinderung von 100 und Pflegegrad 4. Medienkreise berichten seit Monaten, das Kind warte seit mehr als einem Jahr auf einen Kita-Platz, den es mit der erforderlichen persönlichen Unterstützung tatsächlich nutzen könne; der Vorgang wird aktuell vor dem Sozialgericht Potsdam geprüft, gleichzeitig ist eine Untätigkeitsklage gegen die Stadt Potsdam anhängig - das Sozialgericht wird aktuell dazu in einer Presseanfrage um Auskunft gebeten, im Anschluss erfolgt die Berichterstatung. Es wäre an dieser Stelle unseriös, den Vorwurf wegen der noch offenen gerichtlichen Klärung kleinzureden. Er ist zu konkret, zu schwer und für das betroffene Kind zu folgenreich.

Die Rechtslage ist im Grundsatz klar: Ein Kind hat ab dem vollendeten ersten Lebensjahr Anspruch auf frühkindliche Förderung. Das brandenburgische Kita-Recht verlangt eine bedarfsgerechte Erfüllung, bezieht Kinder mit Behinderung ausdrücklich ein und sieht bei besonderem Förderbedarf eine Anpassung von Gruppengröße und personeller Besetzung an die Anforderungen des Einzelfalls vor.

Das Gesetz verlangt nicht in jedem Fall ausdrücklich einen sogenannten „Einzelfallhelfer“. Ob Assistenz, zusätzliches Fachpersonal, Eingliederungshilfe oder eine andere Unterstützungsleistung erforderlich ist, ergibt sich aus dem individuellen Bedarf des Kindes, bei einem schwerbehinderten Kind mit 100 Prozent Schwerbehinderung und Pflegegrad 4 erübrigt sich dies allerdings ganz klar und deutlich, insbesonderen wenn, wie vorliegend Fachärzte der Berliner Charité dies ausdrücklich forderten, was Aubel vorliegt. Wer sich hinter unterschiedlichen Berufsbezeichnungen und Zuständigkeiten verschanzt, betreibt deshalb nichts anderes als bürokratische Augenwischerei. Die entscheidende Frage lautet: Kann das Kind den Betreuungsplatz tatsächlich, sicher und bedarfsgerecht nutzen – oder existiert dieser Platz lediglich in den Statistiken der Verwaltung? Ein Platz, der wegen fehlender notwendiger Unterstützung unbrauchbar bleibt, ist kein Betreuungsplatz. Er ist eine behördliche Luftbuchung und eine dreiste Täuschung über die tatsächliche Versorgungslage, abgesehen dessen ist es moralisch in jeder Hinsicht verwerflich! Wer einen solchen Scheinplatz dennoch als erfüllten Anspruch verkauft, verhöhnt die betroffenen Kinder und ihre Familien. Für dieses politische und administrative Versagen trägt Noosha Aubel als Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Potsdam, Verantwortung.

Das ein schwerbehindertes Kleinkind mit Pflegegrad 4 in Potsdam keinen Kita-Platz mit Einzelfallhelfer hat, ist kein gewöhnlicher Bearbeitungsrückstand. Es ist ein moralischer Offenbarungseid der Potsdamer Verwaltung. Das zweijähriges Kind hat nicht deshalb auf Teilhabe gewartet, weil sein Anspruch unklar ist, sondern weil öffentliche Stellen nicht rechtzeitig organisiert haben einen solchen praktisch zu erfüllen. Ein Kind mit GdB 100 und Pflegegrad 4 kann nicht auf den nächsten Haushaltszyklus, die nächste Personalrunde oder die Klärung verwaltungsinterner Abgrenzungen vertröstet werden. Frühkindliche Förderung ist zeitgebunden. Verlorene Entwicklungszeit lässt sich nicht wie eine verspätete Straßenreparatur einer maroden Infrastruktur in Potsdam-Babelsberg nachholen. Jeder Monat, den ein besonders schutzbedürftiges Kind ohne notwendige Förderung verliert, ist unwiederbringlich.

Genau deshalb trifft die politische Verantwortung Oberbürgermeisterin Aubel (§ 60 der Brandenburgischen Kommunalverfassung). Nicht, weil sie jeden Bescheid selbst schreibt. Nicht, weil sie automatisch persönlich rechtlich haftet. Sondern weil Noosha Aubel die Verwaltung leitet und dafür sorgen muss, dass außergewöhnliche Härtefälle eskaliert, entschieden und kontrolliert werden. Wenn ein solcher Fall die Verwaltungsspitze nicht erreicht, versagt das Informationssystem, was allerdings gegeben ist, denn nachweislich wurde Oberbürgermeisterin Noosha Aubel von den Eltern mehrfach und dies öffentlich, vor etlichen Zeugen, auf den Missstand angesprochen und machte sich, nach Aussage der Eltern: "ganz kleinlaut vom Acker, wobei bis heute nichts passiert ist", was die Eltern vor jedem Gericht, in Anwesenheit ihrer zwei schwerbehinderten Kinder und der Presse, bereit sind zu wiederholen. Wenn er sie erreicht und dennoch keine wirksame Zwischenlösung entsteht, versagt die Führung. Beides ist politisch nicht hinnehmbar, selbst dann nicht, wenn der Ministerpräsident des Bundeslandes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke (SPD, 64), welcher nachweislich mehrere Briefe mittels Einschreiben/Rückschein erhielt, bis zum heutigen Tage ebenso untätig blieb wie der gleichzeitig informierte frühere Innenminister von Brandenburg und aktuelle Minister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt, René Wilke (SPD, 42). Es erweitert lediglich den Kreis der politisch Verantwortlichen.

Wenn die Landeshauptstadt Potsdam und das Bundesland Brandenburg von einem gravierenden Missstand - zum Nachteil eines mehrfach schwerbehinderten Kindes wissen, einander Zuständigkeiten zuschieben und dennoch keine belastbare Lösung durchsetzen, ist das kein bedauerliches Verwaltungsproblem mehr. Es ist politisches Totalversagen auf mehreren Ebenen – ausgetragen auf dem Rücken der betroffenen Familie. Wer informiert ist und trotzdem nicht handelt, verwaltet den Missstand nicht nur: Er trägt zu seiner Fortdauer bei. Hier sitzen logisch nachvollziehbar: Oberbürgermeisterin Noosha Aubel, Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke und Minister René Wilke in einem politisch und vor allem moralisch verantwortlichen Boot.

Was erdreisten sich die Verantwortlichen gegenüber dem zahlenden Bürger?
Was verlangt diese Stadt ihren Bürgern eigentlich noch ab? Sie sollen Steuern, Gebühren und Beiträge zahlen, Schlaglöcher umfahren, Tempo-10-Provisorien akzeptieren, verwahrlost wirkende Grünflächen als vermeintliches Konzept deuten, sichtbare Verschmutzung am Bahnhof mit fremden Zuständigkeiten entschuldigen und zugleich Verständnis dafür aufbringen, dass selbst bei einem schwerstbehinderten Kleinkind offenbar nicht unverzüglich eine praktisch nutzbare Betreuung organisiert wird.
Der Bürger ist kein stilles Lastschriftmandat der Politik. Er ist nicht der „zahlende Michel“, der jede Rechnung übernimmt, während Verantwortung in Ausschüssen, Fachbereichen und Rechtsauffassungen verdunstet. Wer vom Bürger Rechtsbefolgung verlangt, schuldet ihm selbst rechtmäßiges, wirksames und nachvollziehbares Verwaltungshandeln. Ist Deutschland wirtschaftlich und finanziell wirklich so am Ende, dass nicht einmal Straßen, öffentliche Grünflächen und die notwendige Unterstützung eines schwerstbehinderten Kindes gewährleistet werden können?

Die vorliegenden Unterlagen belegen keinen Staatsbankrott. Sie belegen knappe Ressourcen, schwierige Zuständigkeiten und teils lange Verfahren. Aber Mangel erklärt Versagen; er entschuldigt es nicht. Gerade bei knappen Mitteln zeigt sich politische Führung daran, was zuerst erledigt wird. Wer behauptet, für alles fehle Geld, muss offenlegen, warum elementare Pflicht- und Schutzaufgaben hinter anderen Projekten zurückstehen. Wer Personalmangel anführt, muss zeigen, welche Notfallstrukturen greifen. Wer sich auf Rechtsfragen beruft, muss erklären, welche vorläufige Hilfe bis zur endgültigen Klärung organisiert wurde. Ein Sozialstaat darf seine eigene Organisationsschwäche nicht zur Lebensrealität eines schwerbehinderten Kindes machen.

Noosha Aubel und die Stadtverordneten sind die erste Adresse der Rechenschaft
Aubel kann zu Recht darauf verweisen, dass sie die maroden Straßen, den Pflegebedarf und komplizierte Sozialverfahren nicht allein geschaffen hat. Sie kann auch zu Recht auf die Mitverantwortung der Stadtverordneten, Fachdezernate, freien Träger, des Landes und der Bahn hinweisen. Aber diese Mitverantwortung hebt ihre eigene cnicht auf. Die Oberbürgermeisterin ist Hauptverwaltungsbeamtin, Leiterin der Gemeindeverwaltung, rechtliche Vertreterin und Repräsentantin der Stadt. Die Kommunalverfassung weist ihr die laufende Verwaltung, die Organisation und die Unterrichtung der politischen Gremien zu. Das ist keine dekorativ mit knapp 12.00 Euro monatlich bezahlte Rollenbeschreibung. Es ist der Grund, weshalb die Öffentlichkeit sie zuerst fragt. Persönliche Schuld ist etwas anderes als politische Verantwortung. Schuld verlangt den Nachweis eines konkreten pflichtwidrigen Handelns. Politische Verantwortung entsteht bereits aus dem Amt, der Entscheidungs- und Organisationsmacht und der Pflicht, erkennbare Missstände zu beenden. Wer diese Ebenen verwechselt, urteilt entweder zu früh oder entlastet zu bequem.
Für Aubel gibt es deshalb keine seriöse Flucht in beide Richtungen. Man darf ihr keinen unbewiesenen persönlichen Rechtsbruch andichten. Man darf ihr aber ebenso wenig gestatten, sich bei zentralem Verwaltungsversagen als unbeteiligte Beobachterin zu präsentieren. Sie ist nicht für jedes Problem ursächlich verantwortlich. Sie ist für die Reaktion ihrer Verwaltung verantwortlich.

Was jetzt geschehen muss - nicht irgendwann, sondern nachprüfbar
1) Sofortlösung für das betroffene Kind
Die Stadt Potsdam und das Land Brandenburg müssen – ohne das laufende Verfahren vorwegzunehmen – unverzüglich sicherstellen, dass eine fachlich geeignete, tatsächlich nutzbare und bedarfsgerechte Betreuung zur Verfügung steht. Ein interimistisches Arrangement ist besser als weitere verlorene Monate. Unter Wahrung des Sozialdatenschutzes ist zudem offenzulegen, wann welcher Antrag einging, welcher Bedarf festgestellt wurde, welche Stelle entschied, welche Zwischenlösungen geprüft wurden und wo Verzögerungen entstanden. Es wird ohnehin der Tag kommen, an welchem es vor Gericht um einen möglichen Schadensersatz geht – dann könnte der Bürger zur Kasse gebeten werden, für etwas, was politisch andere zu verantworten haben! Bereits heute steht Potsdam mit diesem beschämenden Fall am Pranger der Öffentlichkeit, eine Stadt, in welcher ein schwerbehindertes Kind keinen Kita-Platz mit Einzelfallhelfer bekommt, trotz geltender Gesetze!

2) Öffentlicher Pflegeplan für Grünflächen
Potsdam braucht eine digitale Karte mit Pflegeklassen, Mahd- und Reinigungsintervallen, ökologischen Zielen, zuständigen Bereichen und gemeldeten Rückständen. Der Bürger muss erkennen können, was bewusst naturnah ist und was schlicht liegen blieb.

3) Verbindlicher Sanierungsfahrplan für marode Straßen
Für besonders beschädigte Abschnitte sind Planungsstand, Finanzierung, Ausschreibung, Baubeginn, Zwischenmaßnahmen und verantwortliche Leitung öffentlich zu benennen. Tempo-Schilder dürfen Gefahren mindern, aber sie dürfen keine Dauerstrategie ersetzen.

4) Gemeinsame Mängelliste für Griebnitzsee
Stadt und DB InfraGO müssen eine dokumentierte Begehung durchführen, Zuständigkeiten festhalten, Reinigungs- und Instandsetzungstermine veröffentlichen und die Erledigung nachweisen. Der Bürger darf nicht zwischen zwei Institutionen stehen bleiben.

5) Monatliches Rechenschafts-Dashboard der Rathausspitze
Schwere Mängel, offene Härtefälle, Bearbeitungsfristen, Eskalationsstatus und zugesagte Termine gehören in ein öffentliches, verständliches Berichtssystem. Nicht als Hochglanzprojekt, sondern als Kontrolle der täglichen Verwaltungsleistung.

Die Rechnung ist von Bürger bezahlt - jetzt fehlt die Leistung
Noosha Aubel hat nicht jedes Schlagloch geschlagen, keine Trockenperiode verursacht und nicht jede verschmutzte Bahnhofswand zu verantworten. Das ist die notwendige Fairness. Die notwendige Härte lautet jedoch: Seit dem 24. Oktober 2025 trägt sie die politische Führungsverantwortung dafür, wie Potsdam mit diesen Problemen umgeht. Das gilt erst recht für den Kita-Vorwurf. Sollte sich bestätigen, dass ein zweijähriges Kind mit GdB 100 und Pflegegrad 4 über Monate keinen praktisch nutzbaren Betreuungsplatz mit notwendiger Unterstützung erhielt, wäre dies keine Randnotiz der Sozialverwaltung. Es wäre eine Anklage gegen die moralische und organisatorische Verfassung des Rathauses. Dann müsste Aubel nicht nur Bedauern äußern, sondern politisch Verantwortlichkeiten benennen, Fehler korrigieren und die politischen Konsequenzen ziehen - Rücktritt als Oberbürgermeiosterin der Landeshauptstadt Potdam, wäre in einem solchen Fall durchaus sinnvoll - wer Kinder derart struckturversagen behandelt miss sich fragen ob er als Oberbürgermeisterin von Potsdam taugich ist und war?  B7 wird aus öffentlichen Mitteln bezahlt. Das ist legitim, solange das Amt seine Verantwortung sichtbar erfüllt.

Noosha Aubel hat nicht jedes Schlagloch geschlagen, keine Trockenperiode verursacht und nicht jede verschmutzte Bahnhofswand zu verantworten. Das ist die notwendige Fairness. Die notwendige Härte lautet jedoch: Seit dem 24. Oktober 2025 trägt sie die politische Führungsverantwortung dafür, wie Potsdam mit diesen Problemen umgeht.
Das gilt erst recht für den Kita-Skandal. Sollte sich bestätigen, dass ein zweijähriges Kind mit einem GdB von 100 und Pflegegrad 4 über Monate hinweg keinen praktisch nutzbaren Betreuungsplatz mit der notwendigen Unterstützung erhielt, wäre dies keine Randnotiz der Sozialverwaltung. Es wäre eine Anklage gegen die moralische und organisatorische Verfassung des Rathauses.
Dann müsste Aubel nicht nur ihr Bedauern äußern, sondern auch die politisch Verantwortlichen benennen, Fehler korrigieren und Konsequenzen ziehen. Ein Rücktritt vom Amt der Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Potsdam wäre in einem solchen Fall durchaus nachvollziehbar. Wer Kinder aufgrund derartiger struktureller Versäumnisse im Stich lässt, sollte sich ernsthaft fragen, ob er beziehungsweise sie für ein solches Führungsamt geeignet ist oder es jemals war. Die Besoldungsgruppe B7 mit aktuell monatlich knapp 12.000 Euro für Aubel, wird aus öffentlichen Mitteln durch den Bürger finanziert. Das ist legitim, solange die Amtsinhaberin Noosha Aubel ihre Verantwortung sichtbar wahrnimmt.

Bürger finanzieren Führung - nicht das Weiterreichen von Problemen. Sie finanzieren eine funktionierende Stadt - nicht die Verwaltung des Verfalls. Sie finanzieren einen Sozialstaat - nicht eine Akte, in der ein Kind verschwindet.

Potsdam braucht keine weitere Erklärung dafür, warum etwas schwierig ist. Potsdam braucht Termine, Entscheidungen und Ergebnisse. Eine Landeshauptstadt ist kein Versprechen auf später. Sie ist eine täglich zu erbringende Leistung. Der Bürger ist kein dummer zahlender Michel und keine auszunutzende Zahlstelle. Ein schwerstbehindertes Kind ist kein Vorgang auf Wiedervorlage. Und eine Oberbürgermeisterin in Potsdam ist keine Zuschauerin ihrer eigenen Verwaltung.

M.Motin