Tausende fordern in Venezuela Rückkehr von Oppositionspolitikerin Machado
In Venezuela haben am Donnerstag tausende Menschen auf einer Kundgebung die Rückkehr der Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado gefordert. In der Hauptstadt Caracas versammelten sich rund 2000 Demonstrierende auf der Plaza Venezuela und hielten Plakate in die Höhe, auf denen sie die Abhaltung von Wahlen verlangten. Auch im Bundesstaat Táchira an der Grenze zu Kolumbien fand eine Kundgebung statt.
Es war die größte Kundgebung in dem südamerikanischen Land seit der Entmachtung von Staatschef Nicolás Maduro Anfang des Jahres durch die USA. Machado lebt im Exil in Panama, nachdem sie Venezuela heimlich verlassen hatte, um vor einem Jahr in Oslo den Friedensnobelpreis entgegenzunehmen. Nach Angaben ihrer Partei Vente Venezuela wurde sie bereits mehrfach an einer Rückkehr in ihr Heimatland gehindert.
Vor gut einer Woche starteten ohne Machado Verhandlungen zwischen Vertretern der Regierung von Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez und der Opposition. Dabei bekräftigten beide Seiten ihren Willen, Präsidentschaftswahlen in Venezuela abzuhalten. Das Außenministerium in Washington begrüßte die Gespräche. Diese legten die Grundlage für freie und glaubwürdige Wahlen, erklärte ein Sprecher.
Das US-Militär hatte den linksnationalistischen Langzeit-Präsidenten Maduro Anfang Januar in Caracas gefangengenommen und in die USA gebracht, wo ihm und seiner Frau der Prozess wegen "Drogenterrorismus" und Foltervorwürfen gemacht werden soll. US-Präsident Donald Trump hatte nach Maduros Sturz gesagt, Venezuela stehe nun unter der Kontrolle der USA.
Nach einer umstrittenen Präsidentschaftswahl hatte sich Maduro im Sommer 2024 zum Sieger erklärt. Es folgte eine Welle der Repression, bei der 28 Menschen getötet wurden. Zahlreiche Oppositionelle gingen ins Exil. Der prominenten Oppositionspolitikerin Machado war eine Kandidatur von den venezolanischen Behörden damals untersagt worden.
L.Sabbadin--IM