Miro Muheims Distanztreffer sorgt in der Bundesliga für Aufsehen
Aus über 30 Metern. Eine Rakete mit fast 130 km/h.
Aus über 30 Metern. Eine Rakete mit fast 130 km/h. Scharf, flach. Unhaltbar. Miro Muheims 1:0 für den HSV gegen Gladbach nach elf Minuten lässt Fussball-Deutschland verblüfft zurück. Sky schreibt, dass der xG-Wert (Expected Goals) bei diesem Treffer bei 1,9 Prozent lag – das ist der tiefste Wert aller Bundesliga-Tore in dieser Saison. «Sport1» kommentiert die Muheim-Rakete mit: «Das unwahrscheinlichste Tor der Saison.» Und die «Bild» schreibt: «Kein Bundesliga-Treffer war in dieser Saison bisher härter.» Die «Sportschau» feiert Muheim als den «besten Distanzschützen der aktuellen Bundesliga-Saison» ab. Und «Eurosport» schwärmt vom «magischen linken Fuss» des 28-jährigen Schweizers.
Muheim wird auch teamintern abgefeiert. Trainer Merlin Polzin nennt seinen Verteidiger «eine ganz starke Waffe». Und Muheim selber erklärt: «Klar, jetzt habe ich einen Lauf und irgendwie geht gerade jeder rein.» Ist es Glück? Muheim schüttelt den Kopf: «Das glaube ich nicht. Ich trainiere meinen linken Fuss sehr viel. Ich weiss, dass ich einen guten Schuss habe. Aber dass alle reinfliegen, ist nicht ganz normal.» Muheim hat in den letzten fünf Bundesliga-Partien drei Tore und einen Assist geliefert. Und das als Verteidiger. Die ersten vier Liga-Spiele hat er zuvor verletzt verpasst.
Dass Muheim gegen Gladbach mit einem Fehlpass das 1:1 der Gäste einleitet, verkommt am Ende zur Randnotiz. Hamburg siegt 3:1. Und alle feiern die HSV-Rakete aus der Schweiz. Jetzt gehts ab zur Nati. Muheim steht im Aufgebot von Coach Murat Yakin. Die beiden Nations-League-Partien gegen Slowenien (13. November) und Schottland (16. November) stehen an.
V.Barbieri--IM